Europameisterschaften in Apeldoorn

Österreichs Bahnfahrer mit dem Samstag nicht zufrieden

Von Peter Maurer

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Valentin Götzinger | Foto: Drew Kaplan

20.10.2019  |  (rsn) - Nicht nach Wunsch verlief der vorletzte Tag der Bahn-EM 2019 in Apeldoorn für die rot-weiß-roten Starter. Stefan Matzner, im Vorjahr überraschender Bronzemedaillengewinner, belegte diesmal nur Rang 16 im Punkterennen, bei den Frauen kam Verena Eberhardt nicht über den zwölften Platz hinaus. Im Omnium der Männer wurde Debütant Valentin Götzinger Rang 16.

Der 18-jährige Steirer war aber nicht unzufrieden mit seinem Debüt auf der großen Elitebühne. "Es war eine super Chance, um mich mit den besten Fahrern Europas zu messen. Auch wenn das Ergebnis unter meinen Erwartungen blieb, werde ich sicher noch oft auf die gewonnene Erfahrung zurückgreifen können", analysierte der jüngste Teilnehmer aus dem österreichischen EM-Sextett.

Mit den Plätzen 15 im Scratch, 16 im Temporennen und 15 im Eliminationsrennen ging der junge Steirer in das abschließende Punkterennen, wo er einen Punkt im ersten Zwischensprint sich gutschreiben lassen konnte. Ein Rundengewinn gelang ihm aber nicht und daher auch kein großer Sprung im Gesamtklassement mehr. Gold ging an den Franzosen Benjamin Thomas vor dem Dänen Lasse Norman Hansen und dem Briten Oliver Wood.

Ohne Zähler blieb auch Verena Eberhardt, die am Samstag noch im Punkterennen im Einsatz war. Sie landete auf Rang 15 in einem sehr spannenden EM-Rennen, welches die Italienerin Maria Giulia Confalonieri gewinnen konnte. Silber ging an die Weißrussin Tatsiana Sharakova, Bronze holte sich die Ukrainerin Ganna Solovei. "Ich habe mich wohl nicht gut erholt nach den Anstrengungen im Omnium am Freitag und dadurch sehr schlechte Beine. Somit hatte ich keine Chancen um vorne mitzumischen", erklärte die Burgenländerin.

Und auch im Punkterennen der Männer gab es keine rot-weiß-rote Überraschung, nachdem sich im Vorjahr Stefan Matzner sensationell die Bronzemedaille in Glasgow sicherte. In einem sehr schnellen Rennen, wo sich die großen Favoriten ständig attackierten, hatte der Außenseiter aus Wien keine Chancen. "Ich habe nichts Positives zu dem Rennen zu sagen. Ich war nicht fit genug, bin taktisch schon mal besser gefahren und die anderen waren einfach besser als ich", zeigte sich Matzner sehr kritisch.

Die Goldmedaille gewann der Franzose Bryan Coquard vor dem niederländischen Weltmeister Jan Van Schip. Dritter wurde der Italiener Michele Scartezzini.

Am Sonntag ist Österreichs Madisonduo Andreas Graf und Andreas Müller noch im Einsatz.

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