Nach Bergankunft-Sieg neuer Mersin-Spitzenreiter

Koning stellte sich als Bike Aids richtige Wahl heraus, Hatz Zweiter

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Koning stellte sich als Bike Aids richtige Wahl heraus, Hatz Zweiter"
Peter Koning (Bike Aid) hat das Gelbe Trikot der Tour of Mersin auf seinen Schultern, Christopher Hatz (li.) wurde Etappenzweiter | Foto: Herrmann Radteam

27.04.2019  |  (rsn) – Auf der 1. Etappe der Tour of Mersin (2.2) hatte das Team Bike Aid eigentlich seine beiden stärksten Bergfahrer, Nikodemus Holler und Adne van Engelen, gerne in der entscheidenden Spitzengruppe platziert. Mit dem Niederländer Peter Koning hatte Bike Aid aber auch keine schlechte Wahl getroffen, wie sich zwei Tage später herausstellte.

Denn der 28-Jährige Koning, der nach vier Jahren in der zweiten Division bei Drapac und Aqua Blue im Winter zu Bike Aid gewechselt war, gewann die zwar nur 68 Kilometer lange, aber dafür mit 2200 Höhenmetern und Bergankunft extrem anspruchsvolle 3. Etappe als Solist mit deutlichem Vorsprung auf die Konkurrenz und übernahm dadurch auch die Führung in der Gesamtwertung von Branislau Somailau (Minsk Cycling Club).

“Es war ein schöner Tag für uns. Wir haben gestern Abend einen Plan gemacht, nämlich dass mich die Jungs in eine gute Position zum Schlussanstieg bringen sollten, und das haben sie getan. Danach bin ich angetreten und konnte nach und nach meine Rivalen abschütteln. Das Gefühl war gut, die Beine waren gut und die Wattwerte auch“, erklärte Koning gegenüber radsport-news.com.

Zufrieden mit dem zweiten Sieg binnen 24 Stunden – am Vortag hatte Aaron Grosser im Sprint gesiegt – war auch Matthias Schnapka, einer der Teamkoordinatoren von Bike Aid. “Der Sieg von Peter ist ein weiterer wichtiger Schritt für das Team. Denn es war schon ein Wagnis, einen Fahrer aus dem ProKontinental-Bereich zu holen. Klar, er bringt viel Erfahrung und Power aus den großen Rennen mit. Aber unser Team tickt ja gänzlich anders und wir sind ja auch eine Kategorie drunter angesiedelt. Das muss ein Fahrer auch erst mal vom Kopf her schaffen. Umso schöner, dass dann heute bei ihm der Knoten geplatzt ist und nun auch Peter Teil dieser einzigartigen Atmosphäre in unserem Team geworden ist“, so Schnapka zu radsport-news,.com.

Ein starkes Rennen bot auch Christopher Hatz (Herrmann Radteam), der Etappenzweiter wurde. Dieser war früh im Rennen als Solist zur Ausreißergruppe des Tages vorgefahren und konnte sich aus dieser schließlich mit drei Mann absetzen. Allerdings hatte Hatz die Rechnung ohne Koning gemacht, der sich im Bergauf-Finale aus dem dezimierten Feld gelöst hatte, zu Hatz vorfuhr und diesen schließlich stehen ließ.

“Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung. Ich habe mich heute am Berg recht gut gefühlt und es deshalb schon 40 Kilometer vor dem Ziel probiert“, begründete Hatz gegenüber radsport-news.com. Die Überlegenheit seines niederländischen Rivalen erkannte der 27-Jährige sportlich an. “Am Ende war Koning einfach stärker. Der kam mit ordentlich Tempo von hinten. Als er zu mir aufschloss und Tempo machte, hatte ich in dem Moment nicht mehr viel entgegen zu setzen“, erklärte der Kapitän vom Herrmann Radteam.

Da die Rundfahrt am Sonntag mit einer im Finale flachen Etappe zu Ende geht, hat Koning nun beste Chancen sich auch den Gesamtsieg zu sichern.

Weitere Radsportnachrichten

08.01.2026Nach starker Saison startet erneut die Jagd auf den “Heiligen Gral“

(rsn) – Sechs Neuverpflichtungen nahm FDJ - Suez für das Jahr 2025 unter Vertrag und krempelte das Team damit maßgeblich um. Vom siebten Platz 2024 arbeitete sich die französische Mannschaft zum

08.01.2026Dumoulin wird Renndirektor beim Amstel Gold Race

(rsn) - Ex-Profi Tom Dumoulin wird neuer Renndirektor des Amstel Gold Race. Der 35-jährige Niederländer übernimmt den Job von Leo van Vliet, allerdings erst zur Austragung 2027. Es wird die 61. sei

07.01.2026Simon Yates beendet Karriere

(rsn) – Der amtierende Giro-Sieger Simon Yates hat am Mittwochmittag völlig überraschend und mit sofortiger Wirkung seine Karriere beendet. “Ich habe die Entscheidung getroffen, mich vom profess

07.01.2026Pidcock und Pinarello-Sextett zieht es nach Chile

(rsn) – Dass Radsportler vor Saisonbeginn ins Höhentrainingslager ziehen, ist nichts Besonderes. Dass ein Septett von Pinarello einen Monat nach Südamerika reist, ist dann aber doch sehr ungewöhn

07.01.2026Paret-Peintre verlängert mit Soudal

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

07.01.2026Roodhooft: Van der Poel “war einfach so, wie er sein musste“

(rsn) – In der Weihnachtsperiode hat Niels Vandeputte zwei Crossrennen im Trikot von Alpecin – Deceuninck und im neuen Jahr dem von Alpecin – Premier Tech gewonnen. Doch Fahrer der belgischen Ma

07.01.2026Die Hoffnung auf Healy und Highlights

(rsn) – Auf dem Papier war die Saison 2025 eine durchschnittliche für das Team EF Education – EasyPost. Zehn Siege lagen unter der Norm für die US-amerikanische Equipe, Rang zwölf im UCI-Rankin

06.01.2026Mit “Mont Ventoux Norwegens“ und Finale an den Hängen der Ski-WM

(rsn) – Während es 2026 keine Tour of Norway geben wird, weil die öffentlichen Förderungen gestrichen wurden, steht das Arctic Race of Norway (2.Pro) auch in diesem Jahr wieder im Rennkalender. I

06.01.2026Diese WorldTour-Profis haben noch keinen Vertrag für die neue Saison

(rsn) – Das neue Jahr hat begonnen, doch noch immer stehen einige WorldTour-Profis ohne neuen Vertrag da. Nicht alle Fahrer, die 2025 noch in der Elite-Liga des Radsports angestellt waren, werden

06.01.2026Chirurg erwartet drei Monate Pause für van Aert

(rsn) - Ludovic Robeet kann seine Karriere als Radprofi fortsetzen. Der Belgier in Diensten von Cofidis, der im September 2025 einen Schlaganfall erlitten hatte, teilte die guten Nachrichten via Insta

06.01.2026Healy legt Fokus in den kommenden beiden Jahren wieder auf die WM

(rsn) – Etappensieger bei der Tour de France, Träger des Gelben Trikots, Dritter im Straßenrennen der Weltmeisterschaften von Ruanda und auch bei Lüttich-Bastogne-Lüttich: Ben Healy (EF Educatio

06.01.2026Die Trikots der WorldTour-Teams für die Saison 2026

(rsn) - Wie sieht das Peloton 2026 aus? Welche Farben werden in der kommenden Saison vorherrschend sein? Nach und nach stellen die WorldTour-Rennställe ihre Trikots für das neue Jahr vor - den Anfan

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Antwerp Port Epic (1.1, BEL)
  • Tour de Gyeongnam (2.2, KOR)