Mit “Dyneema“ verstärktes Trikot erstmals auf der Tour eingesetzt

Hirschi: Trikot + Hose schützten vor weiteren Abschürfungen

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Marc Hirschi gestern im Ziel in La Roche-sur-Foron. Die nur leichten Beschädigungen des Trikots im Dyneema-geschützten Schulterbereich sind gut zu sehen. | Foto: Cor Vos

18.09.2020  |  (rsn) - Dass sich Marc Hirschi gestern bei seinem schweren Sturz in der Abfahrt vom Col de Saises (rsn berichtete) nicht auch noch großflächige Abschürfungen zugezogen hat, verdankt er wohl in erster Linie seinem Trikot und seiner Hose des schwedischen Herstellers Craft. Beide sind an relevanten Stellen mit der Hitech-Faser Dyneema ausgestattet, die sich seit langen Jahren in schützender Industrie-Arbeitskleidung bewährt hat.

"Die Trikots wurden noch kurzfristig für den Einsatz bei der Tour de France
produziert", so der Craft-Deutschland-Marketing-Manager Markus Müller zu radsport-news.com: "Es sind die ersten Jerseys im Profi-Bereich, die gegen Stürze verstärkt sind, und zwar im Bereich von Schulter und Rücken. Das hat Marc sicher einiges erspart."

Bereits in der vergangenen Saison hat Craft die an den Seiten Dyneema-ausgerüstete Radhose (die Hirschi auch trug), und dazu einen Dyneema-Baselayer präsentiert; beides gibt es auch für Nicht-Profis unter der Bezeichung "Armor" zu kaufen. Wann die verstärkten Trikots auf den Markt kommen, ist derzeit allerdings noch unklar, sagte Müller zu rsn.

"Die Dyneema-Faser ist im Verhältnis 15-mal stärker
als Stahl, und daher ideal, um die Abriebfestigkeit eines Gewebes zu erhöhen", sagte Piet Rooijakkers, Leiter der Forschung und Entwicklung beim Team Sunweb, bei der Vorstellung der Trikots vor der Tour: "Schwere Hautabschürfungen im Fall eines Sturzes werden so verringert, ohne das Gewicht des Trikots oder den Komfort des Fahrers zu beeinträchtigen."

Entwickelt hat Craft Sportswear die Trikots zusammen mit Royal DSM, dem niederländischen Entwickler und Hersteller der Dyneema-Faser. Dabei wurde erstmals eine im Mai präsentierte, bio-basierte HMPE-Faser (High Modulus Polyethylene Fiber, so die allgemeine Bezeichnung für Dyneema) eingesetzt. Wilfrid Gambade, Präsident von DSM Protective Materials: "Sie bietet die gleiche Leistung wie herkömmliches Dyneema, der CO2-Abdruck ist jedoch 90 Prozent geringer ist als bei generischem HMPE."

 

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