Bund will Fahrrad als Verkehrsmittel stärken

30.05.2001  |  Durch das neue bundesdeutsche Radkonzept soll das Fahrrad als Verkehrsmittel gestärkt werden. Dies erklärte der Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig am Samstag auf dem ADFC-Kongress in Hamburg.

Das Fahrrad sei bereits heute das am meisten unterschätzte Verkehrsmittel und verdiene eine viel stärkere Beachtung im gesellschaftlichen und politischen Bewusstsein. Es sei gerade im Sommer eine sinnvolle Alternative zum motorisierten Verkehr und schon längst ein bedeutender wirtschaftlicher und touristischer Faktor. Durch das neue bundesdeutsche Fahrradkonzept solle dieses Verkehrsmittel gestärkt werden.

Fahrrad sei längst keine ökonomische Nischenproduktion mehr, meinte Bodewig . So habe der Umsatz des Fahrradhandels bereits die Marke von acht Milliarden Mark überschritten. In diesem Bereich seien über 50 000 Menschen in über 6800 Betrieben beschäftigt. Der Fahrradtourismus habe gar einen Umsatz von zehn Milliarden Mark erreicht. Über zwei Millionen Menschen hätten im letzten Jahr einen Fahrradurlaub gemacht.

Auch als Verkehrsmittel sei das Fahrrad bereits heute von großer Bedeutung, sagte Bodewig . In Deutschland liege der Anteil des Fahrrades am Straßenverkehr bei über zehn Prozent. Dies sei eine stattliche Zahl, meinte Bodewig . Im Vergleich zu den Niederlanden mit 27 Prozent aber noch gering. Dies zeige auch das bisher ungenutzte Entwicklungspotenzial, das in diesem Verkehrsträger liege.

Der Bund unterstütze das Fahrradfahren bereits heute intensiv. Als Beispiel nannte Bodewig die Regelungen zum fahren entgegen der Einbahnstraße. Aber auch die Infrastruktur fördere der Bund. So seien an Bundesfernstraßen bereits über 15 000 Kilometer Radwege entstanden und jährlich kämen über 300 Kilometer hinzu. Dafür gebe der Bund jährlich 1,2 Prozent der Straßenbaumittel aus. Das summiere sich auf über 100 Millionen Mark pro Jahr.

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