16. bis 19. September - von Marseille nach Barcelona

Colt Bike Ride: unterstützt "HandicapAid"

Foto zu dem Text "Colt Bike Ride: unterstützt
| Foto: HandicapAid Stiftung

14.09.2016  |  (Ra, has) - Übermorgen geht's los: Beim "Colt Bike Ride 2016" radeln über hundert Mitarbeiter und Partner des IT-Unternehmens Colt aus ganz Europa in vier Tagen von Marseille nach Barcelona. Jeder Teilnehmer sammelt unter Kollegen, Freunden und Verwandten Spenden für gemeinnützige Projekte aus seinem Land.

In Deutschland hat Colt seinen Hauptsitz in Frankfurt,
und daher geht das Geld an die lokale Organisation von "HandicapAid" in der Main-Metropole. Bisher sind schon über 11 000 Euro gespendet worden (aktueller Stand siehe zweiter Link hier unten). Colt verdoppelt nach dem "Bike Ride" die eingenommene Summe.

Was macht "HandicapAid"? Vormittags sind viele Menschen mit geistiger Behinderung beschäftigt. Sie spielen im Kindergarten, lernen in Schulen oder arbeiten in Werkstätten. Doch nachmittags fehlt es oft an Angeboten.

"HandicapAid" ändert das.

Die Stiftung arbeitet mit dem Sportverein HTG Bad Homburg zusammen, und bietet beispielsweise integrative Judo-Kurse an, oder das Tanz-Projekt "BareFeet"; weitere Kurse sollen folgen.

„Selbstverteidigung, Krafttraining, Inklusiver Fußball und Fitness stehen auf unserer Wunschliste ganz oben“, sagt Franziska Baumgartl von "HandicapAid". Sie hat mit ihrem Mann Michael die Stiftung 2011 gegründet.

Die Stiftung will die neuen Sportkurse

mit möglichst viel Geld finanzieren, damit die Kurse weder für die Teilnehmer noch für die HTG Bad Homburg zu teuer werden - dafür braucht es Fördermittel. „Es freut uns sehr, dass der Colt Bike Ride in diesem Jahr unserer Stiftung gewidmet ist“, sagt Franziska Baumgartl.

Von den Sportangeboten profitieren Menschen wie Justus Schultz, 21 Jahre alt, Down-Syndrom. Jeden Dienstag fährt er mit seiner Mutter Heike in den "Feri Sportpark" in Bad Homburg. Dort steht das Dojo der HTG Bad Homburg, die Übungshalle.

Vor dem Training zieht Schultz seinen weißen Judogi,
den Kampf-Anzug, an und bindet den weiß-gelben Gurt um die Hüften. Im Dojo trifft er andere Sportler mit geistiger Beeinträchtigung, Burschen und Mädchen von zwölf bis 21 Jahren. Zusammen machen sie zum Aufwärmen Liegestützen, oder laufen mit Bällen durch die Halle.

Anschließend üben sie vor einem riesigen Wandspiegel auf roten Matten Würfe sowie Hebel- und Fall-Techniken. „Justus macht das Training wie allen Teilnehmern viel Spaß. In der Halle wird viel gelacht“, sagt Heike Schultz: „Wir und alle Eltern würden uns deshalb sehhr freuen, wenn es hier in Zukunft noch mehr integrative Sportangebote gibt.“

Über HandicapAid
Michael und Franziska Baumgartl haben HandicapAid 2011 gegründet. Die Arbeit der Stiftung ruht auf zwei Säulen: Zum einen die unbürokratische und direkte Unterstützung von Menschen, die selbst oder durch einen Familienangehörigen von Behinderung betroffen sind.
Die zweite Säule ist die Entwicklung eigener Projekte zur Selbstentfaltung von Menschen mit Behinderung durch kulturelle, sportliche oder gesellschaftliche Aktivitäten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Menschen mit geistiger Behinderung im Rhein-Main-Gebiet. Seit 2015 kooperiert "HandicapAid" mit dem Sportverein HTG Bad Homburg, und bietet Inklusive Judo-Kurse, und den monatlichen Tanz-Workshop „Ensemble BareFeet“ an. 2017 sollen neue Kurse hinzukommen.

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