Giro: Trek-Sportdirektor verspekulierte sich

Kostete Baffis Fehlentscheidung Nizzolo in Forli den Etappensieg?

Foto zu dem Text "Kostete Baffis Fehlentscheidung Nizzolo in Forli den Etappensieg?"
Giacomo Nizzolo (Trek) bei der Giro-Teampräsentation | Foto: Cor Vos

20.05.2015  |  (rsn) - Fünf zweite Plätze fuhr Giacomo Nizzolo (Trek) in seiner bisherigen Karriere beim Giro d`Italia heraus. Ein Sieg war dem Italiener bei seiner Heimatrundfahrt dagegen noch nicht vergönnt. Und auch nach der gestrigen 10. Etappe hat sich daran nichts geändert. In Forli entschied Nizzolo nach 200 flachen Kilometern zwar den Sprint des Feldes für sich, letztlich reichte das aber nur zu Rang fünf.

Denn aufgrund eines taktischen Fehlers der Trek-Mannschaft schafften es vier Ausreißer um den Etappengewinner Nicolas Boem (Bardiani-CSF) vor dem Feld ins Ziel unnd bereiteten den Sprinterteams eine bittere Niederlage.

Die Schuld dafür nahm Treks Sportlicher Leiter Adriano Baffi auf sich. „Ich habe eine falsche Entscheidung getroffen", bekannte der Italiener und erklärte auch, worin sein Fehler bestand:. „Ich wollte Greipels Team alleine die Nachführarbeit verrichten lassen, so dass er im Finale isoliert sein würde."

Dabei schien die Rechnung zunächst sogar aufzugehen. 40 Kilometer vor dem Ziel betrug der Vorsprung der Ausreißer nur noch drei Minuten, alle Zeichen standen auf Massensprint. Doch die Spitzengruppe hielt in der Folge dagegen und konnte sich gegen die Verfolger behaupten - zumal Lotto Soudal nur von Gaint-Alpecin Unterstützung erhielt, andere Sprinterteams wie Sky, Orica oder eben auch Trek  sich dagegen völlig aus der Tempoarbeit völlig heraus hielten.

Baffi selber hatte die Situation völlig falsch eingeschätzt, wie er zugab: „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Ausreißer nach 200 Kilometern noch so stark sein würden. Ich bin sehr enttäuscht, denn wir haben eine große Gelegenheit verpasst."

Ähnlich äußerte sich Nizzolo, der seinem Sportchef für die falsche Taktik aber keinen Vowurf machte. „Es schien so, als wäre die Etappe einfach zu kontrollieren, aber am Ende war genau das Gegenteil der Fall", sagte der26-Jährige, für den der Rennausgang umso bitterer war, weil er sich nach eigenen Worten „im ganzen Giro noch nicht so gut gefühlt" hatte.

 

 

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