Knees beklagt riskante Aktionen von Kollegen

Auch Team Sky bei Gent-Wevelgem schwer gebeutelt

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| Foto: Cor Vos

31.03.2014  |  (rsn) – Auch das britische Sky-Team wurde bei Gent-Wevelgem schwer gebeutelt. Fast alle Fahrer waren im Verlauf des 233 Kilomemter langen Frühjahrsklassikers in Stürze verwickelt. Am schlimmsten erwischte es dabei Net Nieuwsblad-Gewinner Ian Stannard und Sprinter Chris Sutton. Beide mussten das Rennen aufgeben.

Bei Stannard, der bereits am Freitag beim E3 Prijs gestürzt war und nicht das Ziel erreicht hatte, wurde bei einem CT-Scan eine Rückenverletzung festgestellt. Er musste die Nacht im Krankenhaus verbringen, bevor am Montag weietre Untersuchungen vorgenommen werden, wie Teamarzt Phil Riley erklärte. Sutton zog sich eine Fleischwunde an seinem linken Knie zu, die aber nicht genäht werden musste.

Im Finale ging auch noch Geraint Thomas zu Boden. Der Waliser kam aber ohne Verletzungen davon, wie bei einer Untersuchung durch den Sk-Physiotherapeuten festgestellt wurde.

„Das war heute nicht unser glücklichster Tag, aber ich hoffe, dass die Pechsträhne jetzt beendet ist“, stellte Sportdirektor Servais Knaven und lieferte auch eine Erklärung für die zahlreichen Stürze, von denen fast jedes Team betroffen war. „Es war ein ziemlich einfaches Rennen und alle sind noch frisch und nervös mit Blick auf die entscheidenden Momente. Jeder kämpft um seinen Platz und will nach vorn, was es manchmal wirklich gefährlich macht“, sagte der Niederländer nach dem Rennen am Teambus.

Ähnlich äußerte sich Christian Knees, der sich aber auch kritisch zum Verhalten einiger seiner Kollegen äußerte. „Manchmal scheint es, als würden einige jedes Risiko in Kauf nehmen, nur um vorne dabei zu sein, auch wenn sie da nicht hingehören“, schrieb er in einem Beitrag auf seiner Website.

Knees selber kam ohne Sturz in Wevelgem ins Ziel – auch, weil er „versuche, in solchen Situationen das Risiko immer halbwegs zu kalkulieren und möglichst nichts Unsinniges zu machen“, so der 33-Jährige. „Ich habe immer meine Familie im Hinterkopf und den Gedanken, dass es auch ein Leben neben dem Sport gibt.“

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