Andersen sieht keinen Grund zur Sorge

Andy Schleck gibt bei Paris-Nizza den Wasserträger

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Andy Schleck (Trek) auf der 2. Etappe von Paris-Nizza | Foto: Cor Vos

11.03.2014  |  (rsn) – Bereits am ersten Tag von Paris-Nizza büßte Andy Schleck (Trek) 1:50 Minuten auf den Etappengewinner Nacer Bouhanni (FDJ.fr) ein. Gestern kamen gleich nochmal 6:45 Minuten dazu, nachdem der Luxemburger rund 30 Kilometer vor dem Ziel aus dem Feld herausgefallen war. Schleck konnte sich zwar noch einmal zurück kämpfen. Doch im Finale reichten seine Kräfte dann nicht aus, um gemeinsam mit der ersten Gruppe ins Ziel zu kommen.

Für Treks Sportlichen Leiter Kim Andersen sind die bisherigen Vorstellungen des 28-Jährigen allerdings kein Grund zur Sorge. „Andy ist hier keiner von unseren Kapitänen, das war auch nie so geplant. Er ist noch nicht in der richtigen Form, ihm fehlen einfach die Renntage“, wurde der Däne auf der Trek-Homepage zitiert.

Laut Andersen waren Schlecks Aufgaben sogar die eines klassischen Helfers, und die erledigte er seiner Auskunft nach zu aller Zufriedenheit. „Er hat viel für das Team gearbeitet, ist oft (zum Begleitwagen) zurück gekommen, um Flaschen zu holen. Seine Motivation ist gut“, lobte Andersen den Tour de France-Gewinner von 2010.

Weniger Verständnis für Andy Schleck hatten dagegen die Kommissäre, die ihm bereits am Sonntag eine Geldstrafe von 200 Schweizer Franken (164 Euro) aufbrummten, weil er eine unerlaubte Abkürzung genommen hatte. Gemäß den neuen Regularien des Radsportweltverbandes UCI ist es Fahrern seit Saisonbeginn verboten, Fahrradwege zu benutzen oder über Bürgersteige zu fahren.

Bei Kuurne-Brüssel-Kuurne war die Regel noch nicht angewendet worden, als der spätere Gewinner Tom Boonen (Omega Pharma-Quick Step) mit seiner Spitzengruppe zumindest einmal von einem Kopfsteinpflasterabschnitt auf einen asphaltierten Radweg auswich – was zu Diskussionen auch unter den Fahrern geführt hatte. Mittlerweile hat die UCI aber reagiert.

„Die Regel wurde vergangene Woche verschärft, da sie nicht ganz eindeutig war. Wir werden weiter genau hinsehen", erklärte der Belgier Luc Herpelinck, bei Paris-Nizza der Präsident der Jury.

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