Greipel im Finale der 5. Tour-Etappe mit mehr Reserven

Goss: Im Zwischensprint entscheidende Körner gelassen?

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Matthew Goss (Orica-GreenEdge) | Foto: ROTH

06.07.2012  |  (rsn) - Matthew Goss (Orica-GreenEdge) muss zwar weiter auf seinen ersten Etappensieg bei der Tour de France warten. Als Zweiter der gestrigen 5. Etappe machte der Australier allerdings im Kampf um das Grüne Trikot viel Boden auf den Slowaken Peter Sagan (Liquigas-Cannondale) gut, der auf den letzten drei Kilometern stürzte und im Sprintfinale in Rouen leer ausging. Goss verbesserte sich auf Rang zwei der Punktewertung und liegt jetzt nur noch 18 Punkte hinter dem Slowakischen Meister, der bereits zwei Etappen - genauso viele wie Greipel - bei dieser Tour gewonnen hat.

Gegen den Deutschen blieb der WM-Zweite von 2011 am Donnerstag aber ohne Chance. Goss eröffnete den Sprint auf der ansteigenden Zielpassage schon zeitig, hatte dann aber Greipels Antritt nichts mehr entgegenzusetzen. „Wir haben schon vom Anfang an Vollgas gegeben, weil ich wusste, dass die anderen auch platt sein würden, wenn mir die Kräfte ausgehen würden. Deshalb habe ich schon etwas früher angegriffen“, erklärte Goss, der in den bisherigen Massensprints die Plätze der, vier und zwei belegte.

Mit dieser Taktik hielt er tatsächlich alle Konkurrenten auf Distanz – bis auf seinen früheren Teamkollegen Greipel, der die größeren Kraftreserven hatte und auf den letzten Metern noch an Goss vorbei zog. „Greipel war ja (bei dem Sturz) drei Kilometer vor dem Ziel schon fast aus dem Rennen, aber er hat das klasse gemacht, auf dem Rad zu bleiben, dann zu seinen Helfern aufzuschließen und noch zu gewinnen. Dafür Chapeau“, lobte der 25-Jährige seinen deutschen Rivalen, der in der Punktewertung ganze fünf Punkte hinter ihm liegt.

Doch während der Lotto-Kapitän sich auch auf der gestrigen Etappe aus dem Zwischensprint heraushielt und seine Kräfte für den Schlusssprint aufsparte, mischte Goss munter mit – nach Meinung des Mailand-San Remo-Gewinners von 2011 könnte es die entscheidende Rennszene gewesen sein. „Vielleicht war es genau das, was war das ihm auf den letzten 100 Metern den Vorteil verschaffte“, mutmaßte Goss.

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