Schmerzen im Handgelenk und in der Schulter

Tony Martin nach Sturz im Krankenhaus

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Tony Martin (Omega Pharma-QuickStep) wird im Ziel der 1. Tour-Etappe von Teamarzt Helge Riepenhof in Empfang genommen. | Foto: ROTH

01.07.2012  |  (rsn) – Einen solchen Tour-Auftakt hätte sich Tony Martin (Omega Pharma-QuickStep) wohl in seinen schlimmsten Alpträumen nicht ausmalen können. Nachdem der Zeitfahrweltmeister im Prolog von Lüttich wegen eines Defekts zunächst alle Hoffnungen auf das Gelbe Trikot begraben musste, erwischte es ihn am Sonntag noch schlimmer: Bei einem Sturz nach rund elf Kilometern verletzte sich Martin an seinem linken Handgelenk und der Schulter und musste nach der 1. Etappe von Lüttich nach Seraing (198 km), die er zeitgleich mit Tagessieger Peter Sagan (Liquigas-Cannondale) beendete, ins Krankenhaus gebracht werden, wo er geröntgt werden wird. Im schlimmsten Fall droht dem 27-Jährige sogar der frühe Tour-Abschied.

„Ich habe Schmerzen in der Hand und habe unterwegs jedes Schlagoch und auch jeden Wiegetritt gespürt“, erklärte Martin, als er den Teambus verließ. An Aufgabe dachte der Eschborner aber nie. Martin: "Notfalls wäre ich als Letzter hochgefahren. Ich hoffe, dass es nur eine schwere Prellung und kein Bruch ist. Dann versuche ich mich bis zum Zeitfahren am kommenden Montag durchzukämpfen."

In der Spitzengruppe die hinter Etappensieger Peter Sagan (Liquigas-Cannondale) und Spitzenreiter Fabian Cancella (Radishack-Nissan) den drei Kilometer langen Kategorie-4-Anstieg ins Ziel hochjagte, erreichte Martin  das Ziel. Deshalb hofft Teamchef Patrick Lefevere: "So schlimm kann es eigentlich nicht sein. Im Finale ist er stark gefahren."

Martin war mit drei weiteren Fahrern gestürzt und musste danach mehrfach den Rennarzt konsultieren, der ihm laut Lefevere Schmerzmittel verabreichte. Nach einer ersten Diagnose zog sich der 27-Jährige eine Prellung am Bein sowie eine Verletzung des Handgelenks zu. Dazu kamen deutlich sichtbare Abschürfungen am linken Ellenbogen sowie am linken Knie.

Im Ziel wurde er von Teamarzt Helge Riepenhof in Empfang genommen und zum Mannschaftsbus begleitet. „Ich bin zwar immer optimistisch, aber es sieht nicht gut aus“, sagte der Mediziner danach. 

Die genaue Diagnose wird gegen 21 Uhr erwartet.

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