Guarnieri gewinnt Auftakt der Polen-Rundfahrt

Greipel & Co. durch Massensturz ausgebremst

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Jacobo Guarnieri (Liquigas) gewinnt die 1. Etappe der 67. Polen-Rundfahrt. Foto: ROTH

01.08.2010  |  (rsn) – Jacobo Guarnieri (Liquigas) heißt der Gewinner der von einem Massensturz überschatteten 1. Etappe der 67. Polen-Rundfahrt. Der 22 Jahre alte Italiener, bereits im vergangenen Jahr Etappensieger, setzte sich zum Auftakt des einwöchigen ProTour-Rennens über 175,1 Kilometer von Sochaczew nach Warschau im Sprint vor dem Spanier Aitor Galdos (Euskaltel) und dem Australier Allan Davis (Astana) durch.

Platz vier belegte der Franzose Sébastien Chavanel (Française Des Jeux) vor dem Polen Jaroslaw Marycz (Saxo Bank). Sechster wurde der Australier Chris Sutton (Sky). Als bester deutscher Fahrer kam Marcel Sieberg (HTC - Columbia) auf Rang acht. Bester Milram-Fahrer war der Belgier Roy Sentjens auf Position elf.

Allerdings sorgte ein Massensturz rund 1,5 Kilometer vor dem Ziel für ein chaotisches Finale. Der Großteil des Feldes wurde blockiert, lediglich rund 20 Fahrer sprinteten um den Etappensieg.

Vor der morgigen 2. Etappe führt Guarnieri die Gesamtwertung mit vier Sekunden Vorsprung auf Galdos an. Dritter ist der der Schweizer Michael Schär (BMC/+0:05), der als Ausreißer unterwegs Bonussekunden bei Zwischensprints sammelte

Lange Zeit hatte nichts auf ein derart turbulentes Finale hingedeutet. Den Großteil der Flachetappe hatten vier Ausreißer bestimmt. Der Franzose Laszlo Bodrogi (Katjuscha), der Spanier Daniel Sesma (Euskaltel), der Pole Blazej Janiaczyk (Polnisches Nationalteam) und Schär fuhren bei einem Maximalvorsprung von rund fünf Minuten mehr als 150 Kilometer vor dem Feld. Bodrogi wurde als letzter des Quartetts eingangs der letzten von acht Schlussrunden durch Warschau gestellt. Danach probierte es Lukasz Bodnar (Polnisches Nationalteam) nochmals mit einer Attacke, aber die Sprinterteams holten auch den Polen wieder zurück.

Im Finale gelang es keiner Mannschaft einen Sprintzug aufzubauen, so dass die letzten Kilometer besonders hektisch wurden. In den folgenden Massensturz waren viele Fahrer verwickelt und fast das gesamte Feld wurde ausgebremst.

Allein vom deutschen Milram-Team fanden sich sechs von acht Startern auf dem Asphalt wieder, darunter auch Sprinter Robert Förster. „Vor mir ist der Italiener Ongarato gestürzt. Ich hatte nicht den Hauch einer Chance und bin mit 65 Sachen abgeflogen. Zum Glück ist mir nichts Schlimmes passiert. Außer den üblichen Schürfwunden und Prellungen geht es so weit“, schilderte der 32-Jährige das Szenario auf der Zielgeraden.

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