DM in Sangerhausen: Radochla und Schillinger auf dem Podium

Nutrixxion und NetApp: Die Trümpfe stachen

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Das Podium der DM in Sangerhausen Foto: ROTH

28.06.2010  |  (rsn) – Der Sieg von Christian Knees (Milram) bei den Deutschen Straßenmeisterschaften in Sangerhausen war alles andere unerwartet. Auf den Plätzen dahinter sorgten aber zwei Fahrer für handfeste Überraschungen.

Steffen Radochla, Sprinter aus dem Dortmunder Continental-Team Nutrixxion, sicherte sich den zweiten Platz vor Andreas Schillinger vom neuen deutschen NetApp-Rennstall. Der 26 Jahre alte Amberger stand im vergangenen Jahr noch bei Nutrixxion unter Vertrag. Der fünf Jahre ältere Radochla fährt seit dieser Saison für das Team von Mark Claußmeyer. Im Sprint der beiden Verfolger hatte Radochla 50 Sekunden hinter dem neuen Deutsche Meister das bessere Ende für sich.

„Einfach sensationell. Im Team hat alles gestimmt. Wir waren immer in den Fluchtgruppen vertreten. Und zum Schluss zeigte Steffen ganz großen Sport, als er sich zusammen mit Knees und Schillinger aus einer neunköpfigen Ausreißergruppe absetzen konnte. Das war eine echte Hitzeschlacht, in der wir immer im Bilde waren“, freute sich Claußmeyer. Mit Radochla hatte wohl kaum jemand gerechnet, dann schon eher mit Nutrixxion-Kapitän Dirk Müller, dem Meister von 2006.

Der Leipziger hatte sich aber auf dem verwinkelten, vom Profil her nicht allzu schweren Stadtkurs durchaus etwa ausgerechnet: „Das war ein Klassikerkurs, der mir schon entgegenkam“, so Radochla, der die Strecke vor zwei Wochen bereits erkundet hatte. „Da war mir klar, dass das etwas für mich sein könnte.“ Erst im Finale spielte die Teamleitung dann die Karte Radochla. „Manchmal muss man eine gute Karte auch länger zurückhalten und nicht gleich alles Preis geben“, so Claußmeyer.

Auch bei NetApp lief das Rennen ganz nach Wunsch. Als sich eine erste, größere Gruppe löste, waren neben Schillinger auch Eric Baumann und Alexander Gottfried mit dabei. Im Finale erwies sich Schillinger als das Trumpfass. „Wir sind super glücklich mit dem dritten Platz. So wahnsinnig viele Optionen haben wir ja nicht gehabt“, sagte NetApp-Teamchef Ralph Denk im Ziel zu Radsport News.

"Ich hatte auf eine vordere Platzierung gehofft, aber dass es Platz drei wurde, ist schon überraschend“, ergänzte Schillinger, der die entscheidende dreiköpfige Spitzengruppe mit seinem Angriff initiiert hatte.

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