74. Tour de Suisse

Burghardt: "Der Sieg war Balsam für die Seele"

Foto zu dem Text "Burghardt:
Marcus Burghardt(BMC Racing) nach seinem Sieg auf der 5. Etappe der Tour de Suisse Foto: ROTH

17.06.2010  |  (rsn) – Marcus Burghardt hat seinem BMC Racing Team auf der 5. Etappe der Tour de Suisse nicht nur den dritten Saisonsieg beschert, sondern sich rechtzeitig vor der Tour de France wieder zurück gemeldet. Der letzte Sieg des 26 Jahre alten Sachsen liegt fast zwei Jahre zurück – damals gewann er die 18. Tour-Etappe in St. Etienne. „Das war heute Balsam für die Seele und gibt mir viel Moral“, so Burghardt am Donnerstagmorgen erleichtert zu Radsport News.

Der BMC-Neuzugang musste lange auf ein Erfolgserlebnis warten. Im Frühjahr hatte er in den großen Klassikern die selbst gesteckten Zielen nicht erreichen können. Umso entschlossener war Burghardt am Mittwoch als Ausreißer auf der völlig verregnete Etappe von Wettingen nach Frutigen. „Die Flucht war geplant. Ich bin ohne Regenjacke und Weste an den Start gerollt und wollte unbedingt den Sprung in eine Gruppe schaffen“, erklärte er.

Das gelang ihm – und wie: Gemeinsam mit dem Niederländer Martijn Maaskant (Garmin-Transitions), den Italienern Daniel Oss (Liquigas) und Angelo Furlan (Lampre) sowie dem Spanier Javier Aramendia (Euskaltel) setzte sich der in der Schweiz lebende Burghardt früh ab und verteidigte auf den folgenden 160 Kilometern seinen Vorsprung hartnäckig und mit taktischem Gespür.

„Wir haben uns die Kräfte gut eingeteilt und zum richtigen Zeitpunkt die Geschwindigkeit voll aufgezogen. Der Regen und die kurvenreiche Strecke waren sicher ein Vorteil für uns“, so der langjährige T-Mobile-Profi, der Ende 2009 zum US-amerikanisch-Schweizer Zweitdivisionär gewechselt war.

Kurz vor dem letzten Kilometer der völlig verregneten Etappe ließ Burghardt, der sich in beeindruckender Verfassung präsentierte und einen Großteil der Führungsarbeit geleistet hatte, mit Maaskant und Oss auch seine letzten beiden Begleiter stehen. „Ich war mir aber erst 300 Meter vor dem Ziel sicher, dass ich das Ding gewinnen würde“, sagte er und lobte Maaskant und Oss: „Ich hatte großen Respekt vor ihnen. Beide haben einen sehr guten Eindruck gemacht, ich denke, wir drei waren gleich stark.“

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