Entscheidung wieder im Zeitfahren?

62. Österreich-Rundfahrt mit zwei spektakulären Bergankünften

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Österreich Rundfahrt 2004, Großglockner-Etappe Foto: ROTH

08.06.2010  |  (rsn) - Gleich zwei zwei Bergankünfte bilden die spekakulären Höhepunkte der 62. Österreich Rundfahrt (4. - 11. Juli). Die 2. Etappe endet auf dem Kitzbüheler Horn, nur zwei Tage später müssen die 144 Starter aus 18 Teams auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe am Großglockner hinauf.

Bei der Präsentation im Schloss Laxenburg im Sportland Niederösterreich stellte Tour-Direktorin Ursula Riha am Montag eine anspruchsvolle Strecke vor, die an den acht Tagen alles bietet: von Flachetappen für Roulleure und Sprinter über mittelschwere Teilstücke für Ausreißer und die beiden schweren harten Bergetappen bis hin zum mittlerweile traditionellen Einzelzeitfahren in Podersdorf am Neusiedler See.

Am Start stehen acht ProTour-, sieben Professional Continental- und drei österreichischen Continental-Teams. Mit dabei sind auch die besten heimischen Mannschaften: der Zweitdivisionär Vorarlberg-Corratec sowie die die beiden oberösterreichischen Mannschaften RC ARBÖ Gourmetfein Wels und ARBÖ KTM Gebrüder Weiss sowie die junge Tiroler Equipe Tyrol Team.

Zum dritten Mal nach 2001 und 2009 fällt in Dornbirn der Startschuss zur Österreich-Rundfahrt. Nach 150,7 Kilometern durch das westlichste Bundesland Vorarlberg endet die Auftaktetappe in Bludenz, wahrscheinlich in einem Massensprint. Schon am zweiten Tag kommt es zu einer ersten Vorentscheidung im Kampf ums Gesamtklassement: Von Landeck aus müssen die Fahrer auf das Kitzbüheler Horn (1,670 Meter/ Kat. HC), einen der schwersten Anstiege Europas.

Die 145 Kilometer lange 3. Etappe wird im Wintersportort Kitzbühel gestartet und führt über den Felbertauern (Kat. 1) und die Pustertaler Höhenstraße (Kat.1) nach Lienz in Osttirol. Tags darauf geht es auf der Königsetappe über 146,2 Kilometer auf das 2.323 Meter hohe Dach der Tour, die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe am Großglockner, zuletzt vor 20 Jahren Etappenziel der Rundfahrt.

Auch die 5. Etappe hält einige Kletterkilometer bereit. Auf dem Weg von Bleiburg nach Deutschlandsberg geht es nach den beiden Bergwertungen Griffen und der Hebalm (Kat. 2) zwar relativ flach in Richtung Ziel. Doch im Finale hinauf zum Ziel an der Burg Deutschlandsberg wartet ein ein Kilometer langer Anstieg mit zwölf Prozent Steigung – sicher keine Zielankunft für reine Sprinter. Die dürfen sich eher auf der mit 231,8 Kilometern längsten Etappe vom steirischen Deutschlandsberg zum malerischen Schloss Laxenburg in Niederösterreich Chancen ausrechnen.

Bereits zum fünften Mal wird das möglicherweise auch diesmal wieder entscheidende 26,3 Kilometer lange Einzelzeitfahren in Podersdorf am Neusiedler See ausgetragen. Zwar ist der Kurs absolut flach, aber die Winde der pannonischen Tiefebene können sich als großes Hindernis erweisen. Die abschließende 8. Etappe führt wieder von Podersdorf in die Wiener Innenstadt, wo die Rundfahrt nach zehn Zielrunden im Massensprint enden wird. Bereits zum 53. Mal ist die Bundeshauptstadt Etappenort.

Neben viel Tradition wartet die Österreich-Rundfahrt diesmal aber auch mit einer Neuerung auf. Zum ersten Mal fahren die Profis, die jünger als 25 Jahre sind, eine Nachwuchswertung aus.

Die Etappen:

1. Etappe: Sonntag, 4. Juli, Dornbirn - Bludenz, 150,7 km
2. Etappe: Montag, 5. Juli, Landeck - Kitzbüheler Horn, 174,3 km
3. Etappe: Dienstag, 6. Juli, Kitzbühel - Lienz, 145 km
4. Etappe: Mittwoch, 7. Juli, Lienz - Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, 146,2 km
5. Etappe: Donnerstag, 8. Juli, Bleiburg - Deutschlandsberg, 150,3 km
6. Etappe: Freitag, 9. Juli, Deutschlandsberg - Laxenburg, 231,8 km
7. Etappe: Samstag, 10. Juli, Podersdorf/Neusiedler See/EZF, 26,3 km
8. Etappe: Sonntag, 11. Juli, Podersdorf/Neusiedler See - Wien/Burgtheater, 122,8 km

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