Milram-Neuling gab in Andalusien sein Straßendebüt

Voß: "Nach zweieinhalb Stunden war der Akku leer"

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Voß:

Paul Voß (Milram) bei der Andalusien-Rundfahrt 2009

Foto: ROTH

20.02.2009  |  (rsn) - Bei der am Donnerstag zu Ende gegangenen Andalusien-Rundfahrt (Kat. 2.1) bestritt Milram-Neuzugang Paul Voß nach nur kurzer Ruhephase das erste Straßenrennen der Saison. Die Umstellung für den 22-jährigen Bielefelder war nach einer langen und erfolgreichen Cross-Saison zunächst groß. „Bei den Crosswettbewerben bin ich teilweise bei Minusgraden gefahren. In Andalusien hingegen waren es bis zu 20 Grad. Da hat es mir am ersten Tag richtig die Schuhe ausgezogen“, erklärte Voß im Gespräch mit Radsport News. Neben dem Wetter machten dem Ostwestfalen auch die Etappenlängen zu schaffen. „Die Crossrennen waren viel kürzer. Nach zweieinhalb war einfach der Akku leer“, gestand Voß.

Dennoch waren die Teamleitung und auch Voß selbst mit seiner Leistung zufrieden: „Ich sollte am Anfang bei den Attacken mitgehen und später dann Löcher zufahren. Ich denke, das habe ich ganz gut erfüllt. Am Anfang lief es auch immer gut, nur gegen Ende musste ich mich quälen.“ So trug auch Voß zum starken Abschneiden seines Teamkollegen Martin Velits bei, der die Rundfahrt auf Rang vier beendete.

In seinem ersten Profirennen für ein ProTour-Team machte Voß auch viele positive Erfahrungen. So konnte er eine ausgiebige Team-Betreuung und den Luxus des Teambusses genießen, mit dem die teils extrem langen Transfers leicht zu verkraften waren. Aber auch im Feld merkte der Nachwuchsfahrer, welche Vorteile es mit sich bringt, wenn man für ein ProTour-Team fährt. „Da haben die anderen Fahrer schon mehr Respekt. Als ProTour-Fahrer wird man nicht so einfach weggedrängt“, stellte Voß fest.

„Schwer, aber schön", lautete das knappe, aber positive Fazit des Milram-Novizen - zumal es auch von Tag zu Tag besser lief. Während sich seine Milram-Teamkollegen längst auf den Weg zu den nächsten Rennen machten, arbeitet Voß noch ein paar Tage in Südspanien an seiner Form. „Ich werde mindestens bis zum 28. Februar hier bleiben – und wenn das Wetter in Deutschland nicht besser wird, dann noch länger“, so Voß, der seine nächsten Rennen in Belgien bei Le Samyn und den Drei Tagen von Westflandern bestreiten wird.

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