VDR fördert Radsport-Nachwuchs

Neue Ullrichs braucht das Land

29.04.2005  |  Am kommenden Maifeiertag fällt in Frankfurt am Main der Startschuss zum traditionsreichen Radrennen „Rund um den Henninger Turm“. Was jedoch keiner weiß: Der Frankfurter Klassiker gehört ebenso wie die schon ausgetragenen Rennen „Rund um Köln“, „Rund um Düren“ und der „Niedersachsen-Rundfahrt“ dem Zusammenschluss deutscher Radrenn-Veranstalter (VDR) an.

Erfreulich ist aus Sicht des VDR die Tatsache, dass mit David Kopp (Wiesenhof / Rund um Köln), Robert Retschke (Comnet Senges / Rund um Düren) und Stefan Schumacher (Shimano /Niedersachsen-Rundfahrt) bei diesen Rennen jüngere deutsche Fahrer Siege feiern konnten. Denn besonders die Talentförderung liegt der Verbandsführung um den Vorsitzenden Klaus Kleyboldt, dem Macher des Bremer Sechstagerennens, und seinen Stellvertretern für die Bereiche Bahn und Straße, Ernst Claußmeyer (u.a. Dortmunder Sechstage Rennen) und Ewald Strohmeier (Bayern-Rundfahrt), am Herzen. Vorstandsmitglied Uwe Schulz, bis zum Jahr 2002 Veranstalter der „Intern. 3-Etappen- Rundfahrt der Junioren“, komplettiert als Geschäftsführer die Führungsriege.

„Im Hinblick auf die Nachwuchsförderung bieten wir der Jugend durch unsere Veranstaltungen eine großartige Plattform, um sich von der Schülerklasse bis hin zu den Profis zu entwickeln“, so Claußmeyer. „Unser Verband leistet seit Jahren im Stillen eine sehr gute Arbeit. Ohne das zum Großteil ehrenamtliche Engagement der vielen Veranstalter hätte der deutsche Radsport sich nicht diesen internationalen Stellenwert erfahren. Denn ohne Rennen entwickeln sich keine guten Rennfahrer. Wir sollten uns alle schon jetzt die Frage stellen, was nach Jan Ullrich und Erik Zabel passiert. In Sachen Talentförderung bietet unser Verband eine Menge Möglichkeiten .“

So wurde am vergangenen Wochenende bei einer Tagung der Sektion Bahn in Dortmund beschlossen, die Talentförderung im Bahnradsport finanziell mit 20.000 Euro zu unterstützen. Das von den Sechstage-Veranstaltern eingezahlte Geld wird zur Ausrichtung von Bahnwettwettbewerben im Sommer verwendet.

Der VDR existiert seit über einhundert Jahren. Von Beginn an bestand die Organisation aus Mitgliedern des Bahnradsports. Seit rund 15 Jahren haben auch im großen Maß Veranstalter aus dem Straßenrennsport mit dem VDR fusioniert. Dabei liegt das Augenmerk des Verbandes auf der Förderung der Jugend, der Organisation und Koordination von Radsportveranstaltungen und der Zusammenarbeit zwischen einzelnen Mitgliedern und den Radsportverbänden, insbesondere mit dem Bund Deutscher Radfahrer e.V. und seinen Landesverbänden. Seit vergangenem Jahr vertritt der ehemalige deutsche Radprofi Hartmut Bölts die Interessen der VDR-Mitglieder in der AIOCC, einem Zusammenschluss der internationalen Rennveranstalter.

„Die Auswirkungen der ProTour bekommen viele unserer Mitglieder zu spüren. Besonders die kleineren Rennen haben gewaltige Probleme. Deshalb macht es Sinn, dass die Veranstalter noch mehr zusammen rücken“, so Ewald Strohmeier, Veranstalter der Internationalen Bayern-Rundfahrt.„Hier steht die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Mitgliedern und den Verbänden, insbesondere mit dem Bund Deutscher Radfahrer und seinen Landesverbänden im Vordergrund.“

Einen ersten Schritt in Richtung Vernetzung hat der VDR schon getan. Die Internetseite www.vder.de ist im Aufbau. Schon jetzt findet man auf der Seite zu jedem VDR-Mitglied bzw. Veranstalter die wichtigsten Kontaktinfos, so etwa Ansprechpartner, E-Mail-Adresse, Telefonnummern und Internetauftritt.

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