Gipfelsturm bei der Vuelta

Perez siegt für tote Freundin

Von Matthias Seng

20.09.2004  |  Zwei Siege in zwei Tagen: An solche Erfolge hätte Santigo Perez, Spanier in Diensten des Schweizer Phonak Teams, vor der Vuelta nicht im Traum gedacht. Es ist sein erster wirklicher Sieg als Profi.

Beim Giro 2002 war ihm der Etappen-Gewinn erst nach der Disqualifikation des ursprünglichen Siegers Stefano Garzelli gutgeschrieben worden.

Den Erfolg widmete Perez seiner vor zwei Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Verlobten. Dem Online-Radsportmagazin cyclingnews gestand er am Samstag nach seinem Sieg: „Natürlich war es ein ganz spezieller Tag für mich. Es sind jetzt fast genau zwei Jahre her, dass meine Freundin ums Leben gekommen ist, und es hat ziemlich lange gedauert, bis ich mich von diesem Schlag erholt habe. Dieser Sieg heute ist für sie und ihre Familie.“

Der Sieg in Granada schien den Spanier auch gestern beim Bergzeitfahren von Granada in die Sierra Nevada zu beflügeln. Der fast 30 Kilometer lange Anstieg wurde zur Ein-Mann-Show. Mehr als eine Minute betrug am Ende sein Vorsprung auf Alejandro Valverde, fast zwei Minuten gar auf den Führenden der Gesamtwertung, Roberto Heras. In der Gesamtwertung machte Perez durch seine beiden Siege am Wochenende einen Sprung auf den dritten Rang, nur 1:45 Minuten hinter Heras. Die Zeit der Leiden scheint endgültig vorbei zu sein.

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