Die heimischen KT-Teams bei der Deutschland Tour

Dauner Akkon: Auch ohne Sieg-Chancen auftrumpfen

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Dauner Akkon bei der Team-Präsentation zur Tour of Utah | Foto: Team Dauner Akkon

27.08.2019  |  (rsn) – Mit den Teams P&S Metalltechnik (Spitzenreiter der Rad-Bundesliga), Bike Aid (bestes Team der UCI-Weltrangliste), Lotto – Kern Haus und Dauner Akkon (beide per Wildcard) haben vier deutsche Kontinental-Teams eine Einladung für die am Donnerstag in Hannover startende Deutschland Tour erhalten. In einer Serie stellt radsport-news.com die vier Mannschaften und ihre Ambitionen kurz vor.

Teil 1: Dauner Akkon

Das Aufgebot: Das Aufgebot besteht aus einer Mischung von Erfahrung und Talent. Mit Dominik Bauer (21), Mika Heming (19) und Kilian Steigner (19) hat Sportdirektor Gerald Ciolek drei U23-Fahrer in den Kader für die Deutschland Tour berufen. Hinzu kommen Sprinter Sven Thurau, Zeitfahrer Julian Braun und Allrounder Philipp Mamos, mit 36 Jahren der Senior im Aufgebot.

Die Vorbereitung: Zur unmittelbaren Vorbereitung auf die Deutschland Tour bestritt der in Köln beheimatete Rennstall zwei längere Rundfahrten. Während eine Fraktion um Mamos, Bauer, Heming und Thurau in den USA bei der Tour of Utah (2.HC) sich über sieben Tage bereits mit einigen WorldTour-Teams messen konnte, bestritten Steigner und Braun die neuntägige Tour de la Guadeloupe (2.2). Dabei verpasste Braun mit Rang zwei in seiner Paradedisziplin knapp den ersten UCI-Sieg des Teams in dieser Saison. "Die Fahrer sind alle gut von den Rennen aus Übersee zurückgekommen. Utah und Guadeloupe waren da die beste Vorbereitung“, befand Ciolek gegenüber radsport-news.com.

Die Zielsetzung: Die Verantwortlichen wissen, dass man als krasser Außenseiter ins Rennen gehen wird. Dennoch will Dauner Akkon sich inmitten der WorldTour- und ProContinental-Teams immer wieder zeigen. “Wir möchten ein attraktives Rennen bieten und uns bestmöglich präsentieren. Angesichts des Starterfeldes ist klar, dass die Siege andere Fahrer unter sich ausmachen“, blieb Ciolek realistisch. Wichtig sei vor allem, dass man sich bei der ASO für die Einladung mit einer offensiven Fahrweise bedanke. “Wir wollen am Wochenende nach Hause fahren und sagen können, dass wir bei der Deutschland Tour nicht unsichtbar waren und eine Bereicherung für das Rennen dargestellt haben“, so Ciolek.

Aufgepasst auf: Dominik Bauer hat in diesem Jahr bereits bei mehreren nationalen und internationalen Rennen auf sich aufmerksam gemacht. Der 21-Jährige, der im Juni Deutscher Bergmeister der U23 wurde, kommt gut über die Anstiege und verfügt über einen ordentlichen Sprint. Genau diese Kombination wird angesichts der Streckenprofile bei der Deutschland Tour gefragt sein. Dass die Form passt, unterstrich Bauer zuletzt mit einem ordentlichen 35. Platz in Utah.

 

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