Tour of the Alps 2019 vorgestellt

Hartes Warm-Up für den Giro mit fast 14.000 Höhenmetern

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Das Peloton bei der Tour of the Alps. | Foto: Cor Vos

21.11.2018  |  (rsn) - Der Nachfolger von Thibaut Pinot (Groupama-FDJ) als Sieger der Tour of the Alps muss im kommenden April, wie sollte es anders sein, vor allem eines können: klettern. Bei der dritten Auflage der Nachfolge-Rundfahrt des Giro del Trentino durch Österreich und Italien stehen vom 22. bis 26. April  711 Kilometer mit nicht weniger als 13.630 Höhenmetern auf dem Programm. Es gibt zwar zwischen dem Start in Kufstein und dem Ziel in Bozen keine echte Bergankunft, trotzdem haben es alle fünf Teilstücke in sich. Das wurde am Mittwoch bei der Präsentation des Veranstalters GS Alto Garda in der Sala Buzzati in Mailand deutlich.

Die Strecke vereint einmal mehr die drei Regionen Tirol, Südtirol und Trentino - und besucht beinahe sogar Deutschland: Der Startschuss fällt nämlich in der nördlichsten Stadt Tirols, in Kufstein. Dort ging es bereits zwei Jahre zuvor mit der 1. Etappe zur Hungerburg los, die fünf Tage vor seinem Tod Michele Scarponi für sich entschied. Ihm wird die Tour of the Alps im kommenden Jahr nach jeder Etappe gedenken, wenn die Mannschaft mit dem größten Teamgeist mit dem sogenannten "Team Up"-Preis geehrt wird.

Diesmal führt die 1. Etappe allerdings nicht von Kufstein nach Innsbruck, sondern auf mehreren Runden um Kufstein herum sowie am Thiersee entlang zurück nach Kufstein, wo nach 144 Kilometern die wohl größte Chance auf eine Sprintankunft im Verlauf der Woche wartet. Tagsdrauf geht es von Reith im Alpbachtal über 178,8 Kilometer nach Italien, genauer nach Schenna. Die große Schwierigkeit dabei: Es geht über den 2.094 Meter hohen Jaufenpass, und auch nach der langen Abfahrt wartet noch eine fünf Kilometer lange Schlusssteigung.

Die 3. Etappe ist mit 106,3 Kilometern von Salurn nach Baselga di Pinè das kürzeste Teilstück und führt ständig auf und ab, so dass trotz der Kürze ganze 2.650 Höhenmeter erklommen werden müssen. Die Vorentscheidung über den Gesamtsieg dürfte jedoch auf der 4. Etappe fallen, die über 134 Kilometer nach Cles führt - mit Anstiegen über die Forcella di Brez (1. Kat. / 5,9km bei 10,2%) und knapp 20 Kilometer vor Schluss den Passo Predaia (2. Kat. / 10km bei 7,5%). Nach einer zwölf Kilometer langen Abfahrt wartet kurz vor Cles noch eine kurze, aber steile 120-Höhenmeter-Rampe auf den letzten sieben Kilometern.

Doch auch am Schlusstag könnte noch einmal etwas in der Gesamtwertung passieren, wenn auf den 147,8 Kilometern zwischen Kaltern und Bozen der Klobenstein (2. Kat. / 17,2km bei 4,0%) und nach einer ersten Zieldurchfahrt noch der Anstieg nach San Genesio (1. Kat. / 9,5km bei 8,5%) wartet.

Erwartet wird ein 20 Teams umfasendes Teilnehmerfeld - unter anderem mit dabei: eine italienische Nationalauswahl. Wie viele WorldTour-Teams die Möglichkeit wahrnehmen werden, in Kufstein am Start zu stehen, um sich in den Alpen auf den Giro vorzubereiten, ist noch unklar.

Alle Etappen:
1. Etappe, Montag, 22. April: Kufstein - Kufstein (144 km / 2.100hm)
2. Etappe, Dienstag, 23. April: Reith im Alpbachtal - Schenna (179 km / 3.050hm)
3. Etappe, Mittwoch, 24. April: Salurn - Baselga di Pinè (106 km / 2.650hm)
4. Etappe, Donnerstag, 25. April: Baselga di Pinè - Cles (134 km / 2.730hm)
5. Etappe, Freitag, 26. April: Kaltern - Bozen (148 km / 3.100hm)

Hier sehen Sie die gesamte Strecke in der Video-Animation: