Sturz auf 1. Etappe

Craddock will die Tour trotz Schulterfraktur fortsetzen

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Lawson Craddock (EF-Drapac) nach der 1. Etappe| Foto: Cor Vos

08.07.2018  |  (rsn) - Unglücklicher hätte die 105. Tour de France für Lawson Craddock nicht beginnen können. Der US-Amerikaner aus dem Team EF-Drapac kam in der Verpflegungszone der 1. Etappe nach Fontenay-le-Comte zu Fall und kämpfte sich  angeschlagen und mit einer blutenden Wunde im Gesichtdie restlichen 97 Kilometer ins Ziel.

Am Abend unterzog Craddock sich einer umfassenden Untersuchung, die eine kleine Fraktur an seinem linken Schulterblatt ergab. Außerdem musste die Wunde an der Augenbraue mit mehreren Stichen genäht werden. "Es war sehr schmerzhaft während der Etappe und ich versuchte, irgendwie ins Ziel zu kommen. Dabei habe ich aber unglaubliche Unterstützung von meinem Team erhalten“, äußerte sich Craddock.

An Aufgabe denkt der 26-Jährige aber noch nicht. "Mental ist es schwerer als körperlich. Ich werde versuchen, positiv zu bleiben, den Schmerz so gut ich kann zu bewältigen. Ich gehe nicht beim ersten Anzeichen von Problemen nach Hause, also werde ich sehen, wie ich schlafe, wie ich mich morgens fühle. Dann werde ich auf das Fahrrad steigen und sehe, ob ich es schaffe“, sagte Craddock am Samstababend.

Des Respekts seiner Teamkollegen kann er sich sicher sein. Sep Vanmarcke etwa nannte ihn auf Twitter den "Helden des Tages."

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