Freispruch 24 Stunden nach Startverbot der ASO

Die UCI ebnet Froome den Weg nach Frankreich

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Chris Froome (Sky) | Foto: Cor Vos

02.07.2018  |  Berlin (dpa) - Der Weg für Chris Froome (Sky) ist frei: Der Weltverband UCI hat den Briten vom Dopingverdacht freigesprochen - Froomes Start bei der 105. Tour de France am kommenden Samstag in Noirmoutier steht nun nichts mehr im Weg.

Mehr als neun Monate dauerte das Verfahren wegen der erhöhten Werte des Asthmamittels Salbutamol, die bei Froome im September 2017 auf der 18. Vuelta-Etappe festgestellt worden waren. Nur 24 Stunden, nachdem sich der Tour-Veranstalter ASO zu einem Startverbot gegen den Briten durchgerungen hatte, weil die lange angemahnte Verbands-Entscheidung ausblieb, kam das UCI-Verdikt.

«Die heutige Entscheidung zieht einen Schlussstrich. Das bedeutet, dass wir alle weitermachen und uns auf die Tour de France konzentrieren können», sagte der 33 Jahre alte Froome in einer Stellungnahme seines Sky-Teams. Tour-Chef Christian Prudhomme akzeptierte die Entscheidung, womit die ausgesprochene Startsperre gegen Froome gegenstandslos wurde.

«Ich bin sehr glücklich, dass mich die UCI freigesprochen hat. Die Entscheidung ist für mich und das Team eine große Sache, aber auch ein wichtiger Moment für den Radsport» erklärte der viermalige Toursieger.

Zusammen mit namhaften Anwälten aus London konnte Froome offenbar darlegen, dass bei der erhöhten Salbutamol-Dosierung keine Manipulationsabsicht vorlag. In ähnlich gelagerte Fällen waren in den vergangenen Jahren die Italiener Alessandro Petacchi und Diego Ulissi gesperrt worden.

«Ich leide seit meiner Kindheit an Asthma. Ich kenne die Regelungen meiner Asthma-Behandlung genau und benutze den Inhalator nur, um die Symptome innerhalb der erlaubten Grenzen zu behandeln», gab der Seriensieger weiter zu Protokoll. Die Einnahme von Salbutamol ist nur bis zu einer Grenz bis 1000 Nanogramm pro Milliliter Urin erlaubt. Froome wies im September fast doppelt so viel auf.

Der Weltverband erklärte, dass die erhöhte Dosierung des Asthmamittels nicht als Doping gewertet werde. «Die Verbotsliste der WADA sieht vor, dass ein Athlet beweisen darf, dass sein abnormales Ergebnis die Folge einer erlaubten Verwendung war, wodurch der Fall nicht als Regelverstoß zu werten ist», heißt es in dem Statement.

Nach den Regularien der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA durfte Froome bis zur Klärung seines Falls weiter Rennen bestreiten. Der 33-Jährige gewann in dieser Zeit im Mai zum ersten Mal den Giro d'Italia. Jetzt kann er seinen fünften Tour-Sieg ins Visier nehmen.

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