Spanier wird Zweiter auf 18. Giro-Etappe

Gegen Schachmann nutzte Plaza alle Erfahrung nichts

Von Eric Gutglück

Foto zu dem Text "Gegen Schachmann nutzte Plaza alle Erfahrung nichts"
Ruben Plaza (Israel Cycling Academy) | Foto: Cor Vos

25.05.2018  |  (rsn) – Für die Mannschaft Israel Cycling Academy begann der 101. Giro d’Italia mit einem Highlight. Der Grande Partenza wurde mit drei Etappen im heimischen Israel ausgetragen. Entsprechend motiviert zeigten sich die Fahrer des Zweitdivisionärs immer wieder in Fluchtgruppen, ohne allerdings ein zählbares Resultat herauszufahren.

Dafür sorgte auf der 18. Etappe von Abbiategrasso nach Prato Nevoso der Spanier Ruben Plaza. Der mittlerweile 38 Jahre alte Vuelta-Etappensieger von 2015 schaffte den Sprung in die Gruppe des Tages, die vom Hauptfeld mehr als 16 Minuten an Vorsprung erhielt und somit den Tagessieg untereinander ausfechten durfte. Doch am Ende musste Plaza sich im Ziel auf 1600 Metern Höhe hinter dem jungen Deutschen Maximilian Schachmann (Quick-Step Floors) mit dem zweiten Etappenrang begnügen.

"Wir versuchen hier jeden Tag in die Fluchtgruppe zu kommen. Das ist nicht einfach. Heute klappte es und die Gruppe lief auch gut. Ich wusste, dass ich es nicht auf einen Sprint ankommen lassen konnte und habe deshalb immer wieder versucht, wegzukommen", berichtete der Geschlagene im Ziel radsport-news.com.

Im 15 Kilometer langen Schlussanstieg war Plaza mehrfach abgehängt worden, hatte sich aber immer wieder zurückgekämpft, zuletzt einen Kilometer vor dem Ziel, als er zu Schachmann und dem Italiener Mattia Cattaneo (Androni-Sidermec) aufschloss. "Dass ich oben noch einmal herankam, war natürlich großartig. Klar, da hilft Erfahrung. Man darf eben niemals aufgeben. Aber die ganze Erfahrung hat dann auch nicht zum Sieg ausgereicht", so Plaza.

Zwar konnte er auf den letzten 500 Metern dem entscheidenden Antritt von Schachmann halbwegs folgen. Doch der Berliner erwies sich dann doch als zu stark für den Routinier. Plaza muss nun hoffen, auf einer der nächsten Etappen nochmals aufzutrumpfen. Und sollte ihm das nicht gelingen, so werden die Fans  die hellblau-weißen Trikots seiner Teamkollegen in der Attacke sehen.

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