Fall Froome

Martin rudert zurück: “UCI hat regelkonform gehandelt“

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Tony Martin hat seine heftige Kritik an der UCI zurückgenommen. | Foto: Cor Vos

17.12.2017  |  Berlin (dpa) - Tony Martin (Katusha-Alpecin) hat seine heftige Kritik am Radsportweltverband UCI im Fall Chris Froome (Sky) zurückgenommen. Die UCI habe ihn mit einem Anruf über die sportjuristischen Zusammenhänge informiert, teilte der viermalige Zeitfahr-Weltmeister auf seiner Homepage mit.

"Die UCI hat in dem Fall regelkonform gehandelt und Froome keine Sonderbehandlung erhalten", schrieb Martin. Auf seinen zornigen Kommentar zu den Vorkommnissen um Froome, bei dem am 7. September auf der 18. Vuelta-Etappe eine zu hohe Konzentration des Asthmamittels Salbutamol festgestellt worden war, habe er viele Reaktionen erhalten. "Sogar ein Vertreter der UCI rief mich an, um mir zu erklären, wie der Fall behandelt wird. Beim vorliegenden Verstoß hat laut Reglement jeder Sportler die Möglichkeit, sich zu erklären, da der überschrittene Grenzwert wohl auch natürliche Ursachen haben kann", schrieb der 32-Jährige nun.

Dennoch sei er "immer sehr wütend, wenn es in unserer Sportart einen Fall gibt, der dem Antidopingkampf und unserer Glaubwürdigkeit schaden könnte". Martin hatte die UCI auf das Schärfste kritisiert. Er sprach von einem "Skandal", einem "Schlag gegen den Anti-Doping-Kampf" und vermutete eine Mauschelei "hinter den Kulissen."

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