Ex-Bundestrainer starb an Krebs

Trauer um Peter Weibel

Foto zu dem Text "Trauer um Peter Weibel"
Peter Weibel (links) mit dem Straßenvierer, der 1990 in Japan Bronze gewann: Kai Hundertmarck, Rolf Aldag, Michael Rich und Raymund Lehnert (von links).| Foto: BDR

11.08.2017  | 

(rsn/BDR) - Wie der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) in einer Pressemitteilung bekannt machte, ist der langjährige Bundestrainer Peter Weibel an Mittwoch im Alter von 66 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Die Radwelt trauert um einen erfolgreichen Trainer und zurückhaltenden Menschen.

Die Karriere des gelernten Bademeisters begann 1963 beim RC Chio Mannheim. Zehn Jahre später, 1973, gewann Weibel die Rheinland-Pfalz-Rundfahrt. Bei den Weltmeisterschaften in Montreal 1974 wurde er Fünfter im Straßenrennen, bei den Olympischen Spielen 1976 zusammen mit Friedrich von Löffelholz, Olaf Paltian und Hans-Peter Jakst Vierter im Mannschaftszeitfahren. Bei der Friedensfahrt 1975 feierte er als erster Bundesdeutscher einen Etappensieg.

1982 wurde Peter Weibel in den Trainerstab des Bundes Deutscher Radfahrer berufen, wo er ein halbes Jahrhundert für den Verband tätig war, zunächst als Amateurtrainer, nach der Aufhebung der Trennung zwischen Profis und Amateuren für die U23.

In seine Ära fallen die Olympiasiege des Straßenvierers 1992 in Barcelona (Rich/Peschel/Meyer/Dittert), der WM-Sieg von Jan Ullrich in Oslo (1993) und die Olympiaerfolge von Bernd Gröne (Silber) und Christian Henn (Bronze) bei den  Spielen von Seoul 1988.

2007 wurde Weibel vom BDR wegen Dopingvorwürfen suspendiert, 2009 lief sein Vertrag aus.  In den letzten Jahren kümmerte er sich um den Aufbau des Radsport-Geschäftes seines Sohnes Jochen und unternahm viele Radtouren mit seinem Enkel Max.

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