Der große rsn-Gravelbike-Test - Teil 4

Salsa Warbird: Im Tiefflug über Schotter

Von Wolfgang Preß

Foto zu dem Text "Salsa Warbird: Im Tiefflug über Schotter"
| Foto: Salsa

09.03.2018  |  „Underbiking“ ist ein weiterer neuer Trend aus dem gravel-süchtigen Mittelwesten der USA: Schwierige Strecken mit einem Rad fahren, das dafür nicht wirklich geeignet ist. Also etwa Trails, für die man eigentlich mindestens ein Hardtail-Mountainbike bräuchte, zum Beispiel mit einem Gravelbike zu wagen.

Wer auf solche Art Tiefflug abfährt, für den ist das robuste Salsa Warbird
genau das richtige Gerät. Für viele Gravel-Fans ist es zudem der Prototyp des Gravelbikes: Bereits 2012 präsentierten die Jungs aus Minnesota das erste Modell als „Gravel Race Bike“.

Trotz des kriegerischen Namens kommt das „Warbird“ in der Version 2018 recht entspannt daher: Komfortable Geometrie ohne Sattelüberhöhung – ideal für lange Runden auf dem Kriegspfad, der dank der gut profilierten 40-mm-Reifen, und zusammen mit der hohen Front auch richtig grob sein darf.

Nicht zuletzt, weil das „Kriegsflugzeug“

(Warbird übersetzt) eine erstaunliche Vibrations-Dämpfung hat: Der Hinterbau mit den weit ausgestellten, dünnen Sitzstreben, ohne Bremssteg (wegen der Scheiben-bremsen nicht nötig) steckt auf ruppigem Geläuf so einiges weg. Von hinten kann man dann förmlich sehen, wie die Streben flexen.

Logisch, dass der Rahmen daher im Lenkkopf- und Tretlager-Bereich nicht sonderlich steif ist. Was aber nur bei wirklich harten Antritten auffällt. Daniel Gareus, Marketing-Leiter beim Salsa-Importeur Cosmic Sports meint: „Das Warbird bietet viel Flex im Hinterbau für größeren Komfort, bei gleichzeitig höherer Steifigkeit.“ Wir meinen...

rsn-Bewertung: Ein prima Langstrecken- Rad, auch für schlechte Pisten. Komfortable Geometrie, gut dämpfender Hinterbau, hohe Laufruhe durch den langen Radstand, gute, universelle Reifen. Allein die mechanischen Scheiben- bremsen sind an einem Bike für fast 2500 Euro unpassend, auch wenn die Bremsleistung ordentlich ist - verglichen mit hydraulischen Discs aber eher schwach.

Die Daten:
Größen: 51, 53, 55, 56, 58, 60 cm
Gewicht: 9,8 kg (mit Pedalen)
Zul. Gesamtgewicht: k.A.
Rahmen: Aluminium 6061, Class 5 Vibration Reduction
Gabel: Salsa Carbon
Schaltung: Sram Apex Long Cage, 1 x 11
Schalthebel: Sram Apex
Kurbel: Sram Apex X-Sync
Übersetzung (v/h): 42 Z./ 11 - 42 Z.
Naben: Hayes
Felgen: Hayes Charger Comp
Reifen: Maxxis Rambler, 40 mm
Bremsen: Avid BB7, mechan. Scheibenbremsen, 160/ 160 mm
Vorbau: Salsa Guide
Lenker: Salsa Cowbell 3
Sattelstütze: Promax, 27,2 mm
Sattel: WTB Volt Sport
Sonstiges: Steckachsen v, h
Preis: 2449 Euro

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Weitere Informationen

Salsa
Cosmic Sports

Fon: 0911/ 310 755- 0

E-Mail: info@cosmicsports.de
Internet: www.cosmicsports.de

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