13 Schotter-Renner im großen rsn-Test

Gravelbikes: Das Rennrad für alle Wege

Foto zu dem Text "Gravelbikes: Das Rennrad für alle Wege"
| Foto: Open Cycles/ Marc Gasch

01.03.2018  |  (rsn) - Gravelbikes sind ein Trend, der vor zwei, drei Jahren von einigen schon totgesagt war, der sich nun aber immer mehr durchsetzt: Kaum ein Hersteller, der mittlerweile nicht mindestens ein Modell der angesagten Schotter-Renner im Programm hat.

Aber nicht nur die großen Produzenten sind in dieser Nische
unterwegs, auch so mancher kleine Rahmenbauer hat sein Renommée auf den universellen Allwege-Flitzern aufgebaut, und fährt erfolgreich im Schotter-Segment mit.

Grund genug für radsport-news, den Gravelbike-Markt unter die Lupe zu nehmen, und ein gutes Dutzend mal bekannter, mal weniger bekannter Allround-Renner gründlich zu testen. Ab übermorgen werden Sie an dieser Stelle alle zwei Tage einen ausführlichen Testbericht lesen. Dabei sind 3T, Bombtrack, Bergamont, Breezer, Canyon, Marin, Merida, Open, Poison, Ritchey, Salsa, Specialized und Surly. Sie dürfen schon mal gespannt sein...

Vorab ein wenig Grundlagen-Recherche:
Woher kommt der Gravel-Trend eigentlich? Wie so oft aus Amerika - und das hat einen Grund: In vielen Bundesstaaten, vor allem im mittleren Westen, sind nur die großen Straßen asphaltiert, mit entsprechend viel Verkehr. Ortskundige Rennradler weichen daher gern auf kleine, wenig befahrene Schotterstraßen (gravel roads) aus. Selbst Rennen werden dort gefahren.

Auf Schotter ist ein herkömmliches Straßen-Rennrad aber nicht unbedingt das ideale Sport-Gerät, und so nahmen amerikanische Rennradler gern ein Cross-Rad, mit breiteren, profilierten Reifen. Cyclocross-Räder sind von ihrer Geometrie her jedoch meist recht sportlich ausgelegt: Ein Cross-Rennen dauert ja selten länger als eine Stunde.

Auf einer „klassischen“ Rennrad-Runde über drei, vier

oder noch mehr Stunden macht sich die typische Cross-Sitzposition aber irgendwann unangenehm bemerkbar – vor allem, wenn man nicht mehr der Jüngste ist. So haben amerikanische Rad-Hersteller vor einigen Jahren begonnen, die Vorteile der Cross-Räder mit einer bequemeren Geometrie zu vereinen. Heraus gekommen sind die „Gravelbikes“ genannten Schotter-Renner.

Die universellen Gelände-Rennräder mit ihren breiten Reifen machen einfach Spaß – und das auf allen Untergründen, von Asphalt über Schotterstraßen und Waldwege bis zum leichten Gelände; je nach Fahrkönnen und verbauten Reifen sind sogar einfache, nicht zu steile Trails drin. Mit welchem Rad sonst ist das alles fahrbar?

Ein Hardtail kann das sicher auch – aber es läuft
auf der Straße nicht so flott und leise, ist durch die Federgabel deutlich schwerer und in Sachen Geometrie meist nicht so komfortabel. Und Gravelbikes sind auch eine Rückkehr zu den Rennrad-Wurzeln: Wurde doch in den Anfängen des Radrennsports, vor 100 oder gar 150 Jahren, nur selten auf Asphalt, sondern fast immer auf Schotterstraßen gefahren.

Wie sich die Schotterräder unserer Zeit im großen rsn-Test gemacht haben, können Sie ab übermorgen alle zwei Tage hier lesen. Schauen Sie mal rein! Es gibt auch was zu gewinnen...

 
Weitere Informationen


JEDERMANN-RENNEN DIESE WOCHE
  • Viking Tour Norwegen (NOR, 21.07.)
  • Granfondo San Gottardo (SUI, 22.07.)
  • Rad a Ring (GER, 27.07.)
  • Belchen hoch drei Rad-Marathon (GER, 28.07.)