900 Meilien im 32er-Schnitt

Race Across America: Strasser setzt Rekordjagd fort

Von Martin Roseneder

Foto zu dem Text "Race Across America: Strasser setzt Rekordjagd fort"
Strasser mit Mundschutz durch Kansas | Foto: Karelly | lupispuma.com

14.06.2014  |  Christoph Strasser hat die zweite Hälfte des Race Across America in Angriff genommen. Seine Vorstellung, die erstmals via Webcam vom Pacecar aus mitverfolgt werden kann, erstaunt nicht nur die Organisatoren, die ihm schon jetzt neue Rekorde zuschreiben.

Der 31-jährige Strasser ist der jüngste Sieger des RAAM, er hat im Vorjahr die 8-Tage-Schallmauer unterboten und nun zwei weitere Rekorde aufgestellt: Die Organisatoren des RAAM haben mitgeteilt, dass der Österreicher den schnellsten Start in der 32-jährigen Geschichte des RAAM hingelegt hat. Noch nie hat ein Fahrer die ersten 900 Meilen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 20 mph (32,2 km/h) absolviert. Und noch nie zuvor hat ein Fahrer vor ihm an den ersten beiden Tagen 950 Miles (1.528 km) hingelegt! "Das sieht nach einem fulminanten neuen Streckenrekord aus. Aber das RAAM dauert noch lange", hieß es von offizieller Seite.

Der rasende Steirer hat bisher 2.490 Kilometer seines 5. RAAM bestritten, 2.380 km fehlen noch. Mit über 400 Kilometer Vorsprung auf den Oberösterreicher Gerhard Gulewicz liegt er nach wie vor klar in Führung. "Wir haben Kansas zur Hälfte durchradelt und nähern uns Missouri. Der Wind hat stark gedreht. Der Südwind bläst Christoph regelrecht von der Seite vom Rad. Hinzu kommen die zahlreichen Trucks auf dem Highway, die massiv Staub aufwirbeln. Deshalb fährt er fast durchwegs mit Mundschutz", beschrieb Teamchef Rainer Hochgatterer die Szenerie.

Die Windböen erreichen Spitzen von 80 km/h. Gerade in dieser Phase kommen dem "Schwergewicht" seine 80 Kilogramm zugute. "Da werde ich nicht so leicht vom Rad geblasen im Vergleich zu den Leichtgewichtern", schmunzelte ein gezeichneter Strasser. "Aber es ist nicht ohne. Man muss ständig aufpassen, nicht in die Fahrbahnmitte geblasen zu werden. Bei dem Verkehr kann das tragisch enden." Im vergangenen Jahr wurde seine Crew in Kansas von einigen Tornados heimgesucht, das blieb bisher zum Glück aus.

Seit Dienstag 22 Uhr sitzt Strasser auf dem Rad, in der letzten Nacht hat er seine erste längere Schlafpause eingelegt - bei der Zeitstation 20 in Trinidad. "Die gesamte Pause betrug 1:15 Stunden, davon schlief er rund 55 Minuten. Wir nützten auch die Pause, um seine Blutwerte zu checken, das Pacecar wieder auf Vordermann zu bringen und die Probleme mit dem Funk zu beseitigen. Bisher betrugen die Pausen von Christoph insgesamt 1,5 Stunden", erklärte Hochgatterer.

Übrigens: Auch auf der Social-Media-Plattform Facebook ist Strassers fünfte RAAM-Fahrt ein Hit. Über 9.000 Fans tummeln sich auf seiner Facebook-Seite, die ständig mit Inhalten gefüllt wird.

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