Mountainbikes für Afrika

GHOST TEAM spendet 3 Fahrräder für Tansania

19.02.2006  |  Die Pfarrgemeinde Weingarten, zu der die Offenburger Stadtteile Zell-Weierbach und Fessenbach gehören, hatte gerade Besuch aus weiter Ferne: Pfarrer Wenseslaus Kayera aus Tansania war zu Gast. Seit einigen Jahren schon wird seine Pfarrei in Mtimbira immer mal wieder von der Weingarten-Gemeinde finanziell unterstützt. Nun war er erstmals selbst in Deutschland.

Eckart Adam, zuständig für die Pressearbeit beim GHOST TEAM und Redakteur des SCHWARZWALD MOUNTAINBIKER, kam mit Pfarrer Wenseslaus während seines Aufenthaltes ins Gespräch. Er war von der freundlichen, ruhigen Art des Pfarrers, aber auch von seiner Kompetenz was die Planung von Hilfsleistungen und Projekten angeht sehr beeindruckt. In der abgelegenen kleinen Stadt in Tansania hat Pfarrer Wenseslaus ein Wohnheim für Mädchen aufgebaut, in einem vorhandenen Gebäude will er eine Ausbildungswerkstatt für Jugendliche einrichten.

Der Pfarrer berichtete, dass er und seine Helfer oft Menschen in entlegenen Gebieten aufsuchen müssten, die nur über holprige Pfade zu erreichen sind. „Ein Fahrrad ist für uns so viel wert wie ein Auto, denn mit dem Auto sind bestimmte Orte gar nicht oder nicht immer zugänglich“, so Pfarrer Wenseslaus. Das brachte Eckart Adam auf die Idee, einige für diesen Zweck bestens geeignete Mountainbikes für die Gemeinde in Mtimbira zu organisieren. GHOST TEAM-Chef Jörg Scheiderbauer war von diesem Plan ebenfalls sofort überzeugt und leitete alles Notwendige in die Wege. Vergangene Woche überreichten Jörg Scheiderbauer und Anna Baylis-Scheiderbauer gemeinsam mit Eckart Adam drei robuste Bikes, sowie jede Menge Ersatzteile und Werkzeug.

Die Pfarrgemeinde Weingarten hat im Laufe der letzten Wochen 3500 EUR für Kayera zusammengetragen. Damit will der Pfarrer jetzt, möglichst noch vor Beginn der Regenzeit, die Dächer des Wohnheims und des Kindergartens reparieren, die bei einem Sturm schwer beschädigt wurden. Doch in Mtimbira fehlt es an vielem. Sämtliche Gebäude sind ohne Licht und Strom und für die Werkstatt gibt es bislang kaum Werkzeuge und vor allem keine Maschinen, welche für eine fundierte handwerkliche Ausbildung unbedingt notwendig wären. Für einen weiterführenden Schulbesuch nach der Grundschule reicht das Geld in den meisten Familien nicht aus. Auch an Alltäglichem mangelt es: Decken, medizinische Hilfsmittel, Spielzeug, einfache Musikinstrumente, Handtücher, Geschirr für den Kindergarten und Sportartikel für arbeitslose Jugendliche wären sehr hilfreich.

Eckart Adam will deshalb eine größere Hilfslieferung organisieren. Da See- und Luftfrachten teuer sind, sucht man nach Unterstützung, z.B. durch eine Spedition oder eine Firma, die eigene Güter nach Tansania transportieren lässt und eine kostengünstige Zuladung ermöglichen könnte. Wer eine hilfreiche Idee hat oder eine Sachspende beisteuern will, kann sich gerne unter der E-Mail Adresse tansania@adam-medien.de an Eckart Adam wenden.

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