1. August bis 13. Oktober - von Prag nach Barcelona - 3000 km

2 Wheels 4 Syria: Radeln für die Menschlichkeit

Von Carolin Dworzak

Foto zu dem Text "2 Wheels 4 Syria: Radeln für die Menschlichkeit"
Rebecca Reinken | Foto: Ärzte der Welt

15.09.2016  |  Ein Fahrrad, 30 Kilogramm Gepäck, eine abenteuerlustige 18-jährige. Das Ziel: 3000 Kilometer zwischen Prag und Barcelona in 75 Tagen radelnd zu bewältigen, um Spenden und Aufmerksamkeit für das Projekt „Medizinische Hilfe für syrische Flüchtlinge“ von Ärzte der Welt zu sammeln.

Das ist die Vision von Rebecca Reinken,
mit der sie „2 Wheels 4 Syria“ ins Leben gerufen hat. Seit vor fünf Jahren der Bürgerkrieg in Syrien begann, haben sich rund 45 Prozent der Syrer auf die Flucht begeben; 4,6 Millionen haben ihr Heimatland verlassen, über 250 000 ihr Leben verloren - die meisten von Ihnen Zivilisten, Frauen, Kinder.

Obwohl die Gefechte bis heute weitergehen, und die Situation an Dramatik zunimmt, gerät der Konflikt immer mehr in Vergessenheit. An schrecklichen Zahlen und Schlagzeilen hat man sich gewöhnt.

Nicht so Rebecca, die „nicht einer dieser Menschen sein will,
die sagen, wie schrecklich doch alles sei, jedoch selber nicht wirklich aktiv werden“. So hat sie sich am 1. August zu einer Solo-Fundraising-Expedition durch Europa aufgemacht. Ihr Motto „Solidarität. Menschlichkeit. Das ist die Idee hinter dieser Tour. Helfen, wenn man kann.“, hat Rebecca unterdessen bereits selber erfahren und auch leben können.

Zum einen durch unterstützende Hände, gastfreundschaftliche Aufnahmen und dampfende Teetassen, die so manche Berg-Etappe vergessen lassen, und manchen Regenschauer erträglich machen. Zum anderen durch die großartige Unterstützung, die Rebecca "Ärzte der Welt" durch ihre Aktion zukommen lässt.

Gebraucht wird solche Unterstützung dringend,
insbesondere nachdem erst vor wenigen Wochen erneut syrische Krankenhäuser zerbombt und Gesundheitseinrichtungen angegriffen wurden. Dies bewirkt neben der zunehmenden Mangelversorgung der Bevölkerung auch eine deutliche Mehrbelastung der "Ärzte der Welt"-Teams vor Ort.

Solche Teams sind sowohl in Syrien, als auch in den von Flüchtenden aufgesuchten Anrainer-Staaten Libanon, Jordanien und Türkei mit mobilen Kliniken und Gesundheitszentren zugegen.

Um die medizinische Grundversorgung zu gewährleisten,
und wichtige Dienste wie soziale und juristische Beratung, psychologische Betreuung und Rehabilitationsmaßnahmen anbieten zu können, müssen ihre daher Kapazitäten ständig erhöht werden. Ein Ziel, dem "Ärzte der Welt" dank Aktionen wie „2 Wheels 4 Syria“, ein Stückchen näher kommen kann...

Wer Rebecca unterstützen will, kann direkt an "Ärzte der Welt" spenden, oder beispielsweise nach jeder gefahrenen Teilstrecke (etwa 500 Kilometer) einen festen Betrag spenden (siehe 2. Link hier unten).

Carolin Dworzak
ist Pressesprecherin von "Ärzte der Welt".

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